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Wayne Quilliam

Wayne Quilliam gehört mit über 130 Ausstellungen rund um den Globus zu den führenden Photographen Australiens. Er wurde zum NAIDOC ( National Aborigines and Islanders Day Observance Committee) Aborigines Künstler des Jahres 2009 auserwählt. Erst 2008 gewann er den Preis "Human Rights Award for Print media" in Partnerschaft mit Koori Mail. Seine Ausstellung "Sorry" die im Parliament House in Canberra gezeigt wurde fand Beachtung in ganz Australien und war wegbahnend für seine jetzige Auszeichnung.

Der in Tasmanien geborene indigene Photograph Wayne Quilliam hat die meiste Zeit seines Lebens in Aborigines Communities in ganz Australien verbracht.
In seinen Ausstellungen rund um den Globus, wird seine breite und vielfältige kulturelle Ausbildung deutlich. Sie ermöglicht dem Zuschauer einen komplexen Einblick in die zeitgenössische soziale und spirituelle Gesellschaft der Aborigines. Wayne Quilliam beschreibt seine Arbeit als eine Fusion von traditioneller Spiritualität und zeitgenössischer photo-graphischer Prozesse. Wie auch immer, die Realität seiner Werke ist viel komplexer und tiefgreifender. Sein Thema ist bestimmend, seine professionelle Arbeit und seine technischen Methoden, die eine Mischung aus Vergangenheit und Zukunft im physischen, intellektuellen und emotionalen Kontext bieten.
Sein wichtigstes Anliegen ist es, die spezifischen Traditionen und Rituale von verschiedenen Gruppen der Aborigines anzuerkennen, seine Interaktion mit den Menschen seiner Kultur zu verdeutlichen und diese hinaus in die weite moderne Welt zu bringen.
Images von Kindern, die mit Stolz ihre traditionellen Praktiken leben, Heranwachsende, die mit Wohlbefinden ihre populär gewordene Kultur zeigen, Stammesälteste, die einige europäische Dinge übernommen haben und dabei trotz allem ihre traditionellen Werte schützen und am Leben erhalten. Während der Erhalt der Tradition angesichts einer schnelllebigen Zeit und einer fortwährenden Veränderung der Umgebung eingebettet ist, bleibt jedoch die tiefer liegende Grundlage eines gemeinsamen Glaubenssystems der Aborigines  unberührt.
Jedes Image reflektiert ein oder mehrere primäre Elemente der Aboriginalität: eine tiefe Verbundenheit und Verantwortung zum Land, der Ahnenplätze, den Landschaftsformen und Farben; Kunst der Performance, Kunst der Malerei und natürlich vor allem die Menschen, ihre verwandtschaftlichen Verhältnisse, ihre Gemeinde und persönlichen Beziehungen.
 
Wayne versucht nicht, seine Audienz zu programmieren oder mit historischer Romantik zu belehren.
Sondern, es ist und wird für jeden offen und sichtbar,  eine offene und berührende Demut, Respekt und Humanität, liegen seinen Arbeiten zugrunde und diese Botschaften werden mit jedem Werk transportiert.
 
Seine Arbeiten sind nicht nur eine Bezeugung oder Feier des Überlebens einer traditionellen, indigenen Kultur, sondern vielmehr eine Bestätigung der Vielfältigkeit, der Fülle, des Reichtums und der  Vitalität von zeitgenössischen Aborigines Gemeinden und ihrer Gesellschaft.

Wayne Quilliam wurde 2008 mit dem Preis für Menschenrechte in den Printmedien ausgezeichnet. Im Jahr 2009 wurde er zum Artist of the year durch NAIDOC gekrönt.

Wayne Quilliam hat das Bedürfnis die Vielfalt und den Reichtum und die Schönheit seiner Kultur mit anderen Menschen auf dieser Welt zu teilen. Seine Arbeiten sind in Sydney, Melbourne, Brisbane, Darwin und Canberra ausgestellt worden, in der Nationalgalerie Australiens und auch international in Europa und Japan gezeigt worden.

Informationen zu den neuen Arbeiten "LOWANA" von Wayne Quilliam

‘Lowanna‘ wird die Sichtweise von indigener Australischer Kunst radikal verändern. Der Aboriginal Photokünstler Wayne Quilliam emotionalisiert die Verbindung von von Mutter Erde und ihren Kindern.
Quilliam’s Welt und Ikonographie ist gesättigt von einer pietätlosen Metapher, die die Spiritualität und reizvolle Natur mit einer profanen Sicht erforscht.

Quilliam analysiert und entschlüsselt die nackte weibliche Form und die Landschaft der Mutter Erde für den Betrachter. Durch seine Dekonstruierung des Mythos, der Verletzlichkeit und der Nacktheit, gelingt es Quilliam mit seinen opulenten Abstraktionen das Unterbewusstsein zu verführen und versteckte Gefühle freizulegen.
Der Künstler bedeckt, versteckt, tarnt und dekonstruiert in seinen Arbeiten, und kreiert damit eine neue nackte Realität.

Eingeschlossen durch die Spiritualität der Natur, bedeckt der Künstler in seinen Photographien bewusst und legt damit mit seinen Arbeiten die Spannungen zwischen dem Akt der Darstellung und der Realität wieder frei.

Traditionelle Aboriginal Geschichten und Begebenheiten haben die Arbeiten des Künstlers so beeinflusst, dass seine Werke immer mysteriöser, intensiver und sondierter erscheinen.

Quilliam erklärt: „Für die Interpretation meiner Arbeit bitte ich zu entmystifizieren - die Verbindung zwischen Mythos und Realität neu zu gestalten. Das ist sozusagen ein Prozess des Aufdeckens, in dem wir das menschliche Element der Natur finden, seine Bedeutung und vielleicht ist es sogar eine Offenbarung, dass wir die Vision eines Schöpfers sind“.
"Ich bin fasziniert von den unterschiedlichen Wahrnehmungen von Nacktheit und der Rolle, die sie in der modernen Gesellschaft spielt; von den Frauen, die in diesem Projekt sind. Es sind starke, intelligente Menschen und jede von ihnen hat mich inspiriert eine atemberaubende Schönheit der Werke mit einer Seele zu schaffen".

Fragen und Antworten:

Name der Arbeiten:

Jede Arbeit hat einen traditionellen Namen, der mit der Sprachgruppe einer bestimmten Region verbunden ist.
‘Gunditjmara’ ist z.B. die Sprachgruppe der Ureinwohner, die in Victoria leben.
‘Pitjantjatjara’ ist Zentralaustralien.
Ich habe den Arbeiten diese Namen aus Respekt vor den Menschen und dem Land gegeben, das ich photographiert habe. Jede Arbeit ist speziell für die Serie „Lowanna“ kreiert worden.

Die Frauen in den Arbeiten:

Die Mehrheit der Frauen, die ich für diese Ausstellung photographiert habe, sind Aborigines, was einzigartig ist, denn in der modernen indigenen Kultur ist die Jugend immer beeinträchtigt durch die Zeit der Missionierung, die Unterwürfigkeit forderte. Die Bedeckung des Körpers wurde hier instrumentalisiert, um die Kultur zu bedecken. Die traditionelle Sprache zu sprechen war in dieser Zeit verboten und wurde bestraft.

Jede Person, die fotografiert wurde, hat eine einzigartige und aussagekräftige Präsenz an der Arbeit, Ihre Körper sind meine Leinwand, aber ihre Gedanken und ihre Spiritualität sind Inspiration eines jeden Kunstwerkes.

Andere Nationalitäten waren: Italienisch, Britisch, Spanisch, Deutsch, Asiatisch, Türkisch und Indisch

Entwicklung der Ausstellung und verwendete Materialien:

Das Kunstwerk ist eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Aufnahmen. Die Landschaft ist immer der erste Teil des Prozesses. Eine Reise zu den entlegenen Gegenden Australiens auf der Suche nach einem einzigartigen natürlichen Design, dass Mutter Erde bereit hält. ein Warten auf das perfekte Licht, einen Moment in einer bestimmten Zeit einzufangen, der sich nicht wiederholen lässt.
Diese Aufnahmen werden dann mit einer bestimmten Person verbunden. Die Verbindung ist mehr als nur eine spirituelle Verschmelzung von Ästhetik. Die individuelle Persönlichkeit ist die Essenz und die Schlüsselfigur der endgültigen Kombination.

Warum?:

Seit mehr als 20 Jahren habe ich das Bedürfnis die Designs, die die Natur für uns bereit hält mit der Schönheit des Körpers zu verbinden. Es war ein natürlicher Prozess angefangen beim Bearbeiten von Schwarz Weiß Photographien in meiner Dunkelkammer bis hin zum Einsatz der modernen Computer Technologie, die eine Kombination von zwei unterschiedlichen Aufnahmen und ein Verschmelzen der Aufnahmen möglich macht.

Indigenous Photographer Wayne Quilliam wins Human Rights Award

One of Australia’s leading Aboriginal photographers Wayne Quilliam in partnership with Koori Mail has won the 2008 Human Rights Award for Print media. The Print Media Award was accepted by Ms Kirstie Parker, Editor of the Koori Mail, for the National Apology: commemorative lift out. The Award recognized the enduring record of a momentous event in an edition full of photographs and colourful quotes.
Following his ‘Highly Recommended’ in the Walkley Awards for his photographs of the aftermath of the ‘Redfern Riots’ Quilliam felt honored to be part of a team that produced the winning entry. “Over my career I have had the privilege of photographing significant people and events and all carry a special place in my heart, but the opportunity to capture the essence of the ‘Apology’ is at the top of the list. I give thanks to Koori Mail for entrusting me to document such a momentous occasion and to all the people on the day for sharing their stories, the ‘Apology’ was emotive and provocative and I hope my images visualise those emotions”, Quilliam says.
Wayne Quilliam is one of Australia’s most prominent Aboriginal photographic artists with more than 100 solo and group exhibitions in Australia, Europe, Asia and the USA. In the past 12 months he has held exhibitions in Germany, Austria, Vienna, Mexico, USA, China and several galleries in Melbourne, Sydney and Adelaide including his nude series ‘Lowanna’. He has worked with the traditional people of Mexico and Bolivia, and his work recently featured on the BBC in the UK and next week on Australian Television. He has also photographed and directed a series of work with Russell Crowe and is preparing several shows for 2009.

Galerie

Arbeiten von Wayne Quilliam werden von folgenden Galerien und Institutionen repräsentiert:


Gasworks Gallery (Melbourne)
Powerhouse Museum (Sydney, Australia)
National Gallery (Canberra, Australia)
Kyoto Museum (Kyoto, Japan)
Macchiato (Canberra, Australia)
Logan Art Gallery (Brisbane, Australia)
Indigenous Art Conference (Adelaide, Australia)
Alliance Francaise de Canberra (Canberra, Australia)
Ethnographic Musuem (Stockholm, Sweden)
Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
Brit's Art & Promotion,Europa

 

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