Ronnie Tjampitjinpa
Ronnie Tjampitjinpa wurde ca. 1943 in der Region um Muyinnga geboren. Muyinnga liegt ungefähr 100 km westlich der Kintore Ranges in West Australien und 500 km westlich von Alice Springs.
Seine Familie führte ein nomadisches Leben, sie reisten im ganzen traditionellen Land der Pintubis umher, sie hielten sich auch oft in Region um Wilkinkarra (Lake Mackay) auf. Dieses Gebiet liegt an der Grenze zwischen West Australien und Northern Territory. Ronnie wurde in Wirnparku in der Nähe des Lacke Mackay’s nach dem Gesetz der Ureinwohner initiiert.
Nach lange andauernden Dürreperioden in den 50ziger Jahren verließ Ronnie den Busch in der Kintore Gegend gemeinsam mit seiner Familie und zog nach Haasts Bluff. Im späteren Verlauf zog er mit seinen Angehörigen in die staatlich gegründete Siedlung Papunya. Ronnie arbeitete in Papunya als Hilfskraft beim Umzäunen der Flugzeug Landebahn. Seit Beginn der Desert Art Kunstbewegung, die in Papunya ihren Ursprung hatte, fing Ronnie im Jahr 1971 an zu malen. Über mehrere Jahre lebte und reiste umher in den Orten Papunya, Yuendumu und Mt. Doreen Station.
Ronnie’s Arbeiten folgen dem Pintubi Stil, der sich durch klare und wiederholende geometrische Felder auszeichnet, die durch Linien verbunden werden. Die Verbindungslinien stellen die Menschen, das Land und die Dreamtime dar.
Die primären Darstellungen in Ronnie’s Arbeiten basieren auf dem Tingari Zyklus, der ein heiliger Gesangeszyklus ist und für initiierte Männer heilig ist.Die Tingari sindGeschöpfe, die über das Land zogen und Zeremonien hielten, um die Landschaft zu kreieren und in Verbindung mit den Dreaming Plätzen zu formen
Die Tingari Ahnen versammelten sich an diesen Orten zu Initiationszeremonien (Maliera).
Diese Orte nehmen eine besondere Form ein und befinden sich an wichtigen Felshöhlen, Sandhügeln, heiligen Bergen und Wasserstellen in der Wüste West Australiens.
kann man poetisch als Gesangsgemälde bezeichnen, die sich auf die Gesänge der Ahnen und die Entstehungsgeschichte der Pintubi Mythologie beziehen.
Ronnie kann in die erste Reihe der Künstler eingegliedert werden, die solch uralte Geschichten sehr effektiv mit modernen Medien (Acrylfarbe und Leinwand) umsetzen.
Während dieser Zeit in Papunya sprach Ronnie immer wieder davon, dass er in sein traditionelles Land zurückkehren möchte, wo er geboren wurde, seine Kindheit verbracht hat und zu einem erwachsenen Mann heranwuchs. Nach fast 20 Jahren Abwesenheit, wurde für ihn dieser Traum wahr, als der Pintubi Ort Kintore 1981 geschaffen wurde. Kurz darauf zog Ronnie mit seiner Familie zurück in seine Heimat Kintore.
Ronnie Tjampitjinpa war seit Anbeginn seiner Teilnahme an der wohl größten australischen Kunstbewegung dieses Jahrhunderts, dem Central Desert Art movement, ein Künstler mit Leib und Seele Er entwickelte sich als einer der herausragendsten Künstler der Region in dieser Zeit und ist heute ein großer Einfluss in der neuen Generation der Künstler.
Gemälde wurden erstmalig in den Papunya Tula Ausstellungen während der siebziger Jahre gezeigt. Es folgten Ausstellungen in kommerziellen Galerien in Sydney und Melbourne.
Ausstellungen:
2007 Brit’s Art & Promotion, Burg Baesweiler, Baesweiler, Germany
2006 Brit’s Art & Promotion, Melbourne, Australien
2003 Chapel off Chapel Gallery, Melbourne
2001 Chapel off Chapel Gallery, Melbourne
2000 Aboriginal Art Galleries of Australia, Melbourne
1999 Fine Arts Museum of San Francisco, U.S.A.
1999 Australische Botschaft, Washington, U.S.A.
1999 Flinders Art Museum, Flinders Universität, Adelaide
1998 Jinta Gallery, Sydney
1995 Alcaston House Gallery, Melbourne
1994 Museum Villa Stuck, München
1994 Galerie Gabriella Pizzi, Milanund Palermo, Italien
1994 Utopia Gallery, Sydney
1994 National Gallery of Victoria, Melbourne
1993 Art Gallery of Western Australia, Perth
1993 Art Museum, Armidale, N.S.W., Australien
1993 Art Gallery of New South Wales, Sydney
1992 Ballarat Fine Art Gallery, Victoria, Australien
1992 – 1998 Araluen Art Centre, Alice Springs
1992 Aboriginal Artist Agency, Sydney
1991 Lowe Art Museum, University of Miami, U.S.A.
1991 Australian National Gallery, Canberra
Sammlungen:
National Gallery of Australia, Canberra
Art Bank, Sydney
Art Gallery of New South Wales, Australia
Bendigo Art Gallery, Victoria
National Gallery of Victoria, Melbourne
Art Gallery of Western Australia, Perth
Robert Holmes a Court Collection, Perth
Medibank Private Collection, Australia
Darwin Supreme Court, Darwin
Queensland Art Gallery, Brisbane
The Nibberluna Collection, Hobart, Tasmania, Australia
Campbelltown City Gallery, Brisbane
Holmes á Court Collection, Australia
Groningen Museum, The Netherlands
Art Gallery of Western Australia, Perth
Art Gallery of South Australia, Adelaide
Museum and Art Gallery of the Northern Territory, Darwin
Donald Kahn Collection, U.S.A.
Araluen Arts Centre, Alice Springs
Michael Hollow Collection
Riddoch Art Gallery
University of Virginia, USA
Musee des Arts Africains et Oceanies, Paris, France
Kelton Foundation, Santa Monica, California, USA
The Ganter Myer Collection of Contemporary Aboriginal Art, Australia
The Kluge-Ruhe Collection of Australian Aboriginal Art ,USA
Sammlung Peter Kolb, Germany